Friedrichshafen

Die Mitte des deutschen Bodenseeufers ist Friedrichshafen, die Messe- und Zeppelinstadt. Friedrichshafen ist eine junge Stadt, auch wenn hier bereits 3000 v. Chr. eine Siedlung aus den Jungsteinzeit stand. Erst 1811 wurden durch König Friedrich von Württemberg die einstige freie Reichsstadt Buchhorn und das Dorf Hofen zu „Stadt und Schloss Friedrichshafen“ vereint.

Am 2. Juli 1900 startete das erste Luftschiff LZ 1 zu einer kurzen Fahrt über den Bodensee. Der Aufbruch in die Gegenwart, untrennbar mit dem Namen Zeppelin verbunden, vollzog sich rasend schnell. Zu den „Häflern“ gesellten sich bald hochqualifizierte Ingenieure, Techniker und Wissenschaftler aus aller Welt zu dem hier ansässigen Handwerk und der sprichwörtlichen Bodenständigkeit. Der See und der Ausblick auf das Schweizer Ufer mit seinen mächtigen Bergen und das milde Klima machen Friedrichshafen zu Recht zu einer der attraktivsten Städte Deutschlands.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die Schloßkirche, erbaut von 1695 bis 1701, mit den beiden fast 55 Meter hohen Kuppeltürmen und das Schloss, dem ehemaligen Wohnsitz von Carl Herzog von Württemberg, ursprünglich Priorat der Benediktiner von Weingarten und im Jahre 1654 erbaut. Das Rathaus, neben der St. Nikolaus-Kirche, wurde von 1953 bis 1956 gebaut, im Jahre 1933 wurde der neue Hafenbahnhof im klassischen Bauhausstil fertiggestellt. Die Uferpromenade, eine der längsten und schönsten am See, zieht sich von der Rotachmündung bis zum Schloss. Das Graf-Zeppelin-Denkmal unterhalb des Stadtbahnhofes wurde von Prof. Toni Schneider- Manzell gestaltet. Nicht zu vergessen ist das Graf-Zeppelin-Haus als Kultur- und Tagungsstätte, welches direkt neben dem Yachthafen des Württembergischen Yacht-Clubs liegt. Das 1996 eröffnete Zeppelin-Museum „Technik und Kunst“ präsentiert die weltweit größte Sammlung zur Geschichte der Luftschifffahrt und zeigt außerdem auch eine bedeutende Sammlung zur Kunst des südwestdeutschen Raumes vom späten Mittelalter bis zur Gegenwart. Wechselausstellungen ergänzen die Dauerausstellung. Das Schulmuseum stellt einen Querschnitt der schulischen Entwicklung Mittel-Europas dar.

Unzählige Ausflugsmöglichkeiten mit dem Schiff, zu Fuß oder per Rad, natürlich auch mit dem eigenen Auto, eröffnen sich dem Besucher hier - wie kaum an einem anderen Ort. Die kulturelle Vielfalt, das breite gastronomische Angebot und natürlich die Nähe zu Österreich und der Schweiz bieten unendliche Möglichkeiten für Besucher und Gäste.

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