Liga2013-WYC-IMG 7920vg 100„Das Team muss locker bleiben“
Die Fußball-Bundesliga neigt sich dem Ende – und bei der Segel-Bundesliga geht es in einer Woche erst richtig los. 18 Vereins-Mannschaften werden vom 16. bis 18. Mai in Starnberg erwartet, um den ersten von fünf Events zu segeln. Die Segel setzen wird auch das Team des Württembergischen Yacht-Clubs, vergangenes Jahr Vizemeister. Steuern wird in Starnberg Steffi Rothweiler (zweimalige Olympiateilnehmerin). Die Crew bilden diesmal Max Rieger als Taktiker, Felix Diesch und Thomas Stemmer als Vorschoter – allesamt mit Bundesliga-Erfahrung.

 

Mit großem Respekt gehen alle an diesen Saison-Auftakt. „In der Form, wie die Segel-Bundesliga im ersten Jahr an Akzeptanz in den Vereinen gewonnen hat, wird auch die Leistungsdichte der Spitzensegler der Clubs insgesamt zunehmen“, beschreibt Team-Captain Klaus Diesch de Entwicklung. „Das wird für das Bundesliga-Team des WYC 2014 sicher kein Spaziergang, die Erwartungen müssen realistisch sein“, versucht er, den Druck aus den Segeln zu nehmen. „Unsere Zielsetzung für 2014 haben wir gemeinsam im Team festgelegt: Wir wollen auf jeden Fall unter die ersten Acht kommen“, so Klaus Diesch. Vergangenes Jahr ging sein Konzept des gemischten Teams aus jungen Wilden und alten Hasen auf. Kein Grund also, daran zu rütteln: „Es ist uns wichtig, neben unseren erfahrenen WYC-Routiniers wie Steffi Rothweiler und Max Rieger auch unsere talentierten jungen Segler für das Liga-Format zu motivieren und langfristig zu integrieren“, blickt der Team-Captain über den Auftakt-Event hinaus.

Zu einem einwöchigen Training war fast der komplette WYC-Kader in den Osterferien am Gardasee. Mit zwei J70-Yachten – die Boote, auf denen die erste Liga ausgetragen wird – wurden vor allem Manöver geübt. „Ich denke, wir sind damit bestens für die erste Runde in Starnberg vorbereitet – zumindest haben wir Routineabläufe an Bord wirklich verbessert. Die Truppe ist am Gardasee richtig gut zusammengewachsen. Ich denke auch, das dürfte eine gute Grundlage für Starnberg sein. Jetzt muss das Team nur locker bleiben“, sagt Diesch. Seine Strategie: „Es ist nicht wichtig, immer Erster zu werden. Vielmehr müssen wir es schaffen, über das Jahr eine konstant gute Leistung aus dem WYC-Team abzurufen.“

Genau so geht Steffi Rothweiler in die erste Regattaserie: „Wir freuen uns auf spannende Rennen, bei denen neben dem sportlichen Erfolg vor allem der Spaß im Vordergrund steht, den wir im letzten Jahr hatten – und auch jetzt in unserer großartigen Woche am Gardasee.“ 2013 hatte Steffi Rothweiler beim ersten und beim letzten Event gesteuert. Auch sie rechnet dieses Jahr mit einem deutlich raueren Wind, „weil sich die Clubs alle gezielt vorbereitet haben“.

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Zwei Perspektiven hat Dr. Eckart Diesch dieses Jahr auf die Segel-Bundesliga. Als WYC-Präsident schickte er 2013 sein Team mit der Parole „Letzter wollen wir nicht werden“ ins Rennen. Nach dem großen Erfolg des WYC „sind die Erwartungen dieses Jahr natürlich etwas mutiger“, so Diesch, der das „erste Drittel“ als Ziel anpeilt. Aber auch er verweist darauf, dass die fünf schwächsten Vereine abgestiegen sind und fünf neue, hungrige Vereine nach einer harten Relegationsregatta deren Plätze einnehmen. Im Premierenjahr sind viele Teams spontan und ohne große Vorbereitung an den Start gegangen. „Für alle Teams war das Format der Segelliga Neuland“, blickt er zurück.

Für die Segel-Bundesliga ist 2014 das zweite Jahr. „Nach einem fulminanten Start in der Premierensaison mit großem Echo in der Seglerwelt und weit darüber hinaus freuen sich alle auf die neue Saison“, fasst „Ekke“ Diesch die allgemeinen Erwartungen zusammen. Denn er ist seit kurzem der Vorsitzende des neu gegründeten Vereins „Deutsche Segel-Liga“, der im Mittelpunkt der teilnehmenden Vereine steht. Mit der großen Relegationsregatta Anfang April in Flensburg hat die um eine zweite Liga erweiterte Saison bereits begonnen. „Nicht nur die Teams haben sich auf die neue Saison gut vorbereitet. Hinter den Kulissen wurde sechs Monate heftig daran gearbeitet, der Segelbundesliga eine stabile Struktur zu geben, die allen beteiligten Parteien gerecht wird“, so Eckart Diesch. Nach der gelungenen Premiere hatten sich viele Interessensvertreter in die Liga-Diskussion eingeschaltet. „Ich bin sicher, dass wir die Segelbundesliga damit auf sichere Beine gestellt haben und dass der sportliche Wert langfristig gewährleistet ist.“

Fortlaufende Infos über den Verlauf der Events, Tabellen und Fotos:

www.segelbundesliga.de

Die Events der 1. Segel-Bundesliga

16. bis 18. Mai 2014, Starnberg, BYC, Starnberger See

19. bis 21. Juli 2014, Travemünde/Ostsee, Lübecker Bucht

22. bis 24. August 2014, Berlin/Wannsee

5. bis 9. September, Kiel/Ostsee, Innenförde

26. bis 28. September 2014, Friedrichshafen, WYC, Bodensee

31. Oktober bis 2. November 2014, Hamburg/Alster

Die Vereine der 1. Segel-Bundesliga:

Bayerischer Yacht-Club

Berliner Yacht-Club

Bodensee-Yacht-Club Überlingen (A)

Chiemsee Yacht Club

Deutscher Touring Yacht-Club

Düsseldorfer Yachtclub (A)

Flensburger Segel-Club

Kieler Yacht-Club (A)

Konstanzer Yacht Club

Lübecker Yacht-Club

Mühlenberger Segel-Club

Norddeutscher Regatta Verein

Schweriner Yacht-Club

Segelkameradschaft "Wappen von Bremen" (A)

Seglervereinigung Itzehoe (A)

Verein Seglerhaus am Wannsee

Württembergischer Yacht-Club

Yachtclub Berlin-Grünau

(A) Aufsteiger. fett: die Teams vom Bodensee

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