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209 Mitglieder waren zur Mitgliederversammlung des WYC am 21. März 2014 ins Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen gekommen. Weiter knapp 100 hatten ihr Stimmrecht anwesenden Mitgliedern übertragen. Über einen vollen Saal freute sich WYC-Präsident Dr. Eckart Diesch.

Die Versammlung gedachte zunächst der Verstorbenen. Das Protokoll der vorjährigen Versammlung – wie im WYC-Journal 109 abgedruckt – wurde genehmigt.

Nachwuchssegler von Herzog-Carl-Stiftung ausgezeichnet

Erster glanzvoller Höhepunkt der Versammlung war die Auszeichnung von 14 jungen Seglerinnen und Seglern. Jugendleiterin Anja Zartl stellte die Preisträger vor (s.u.). Gefördert werden diese mit Mitteln der Herzog-Carl-Stiftung – 2014 schon zum 28. Mal. Dessen Sohn, S.K.H. Friedrich Herzog von Württemberg, überbrachte zunächst die Grüße von Herzog Carl, der sich auf dem Wege der Genesung nun wieder zuhause befinde. „Unterstützung durch Geld reicht nicht aus“, so Herzog Friedrich, „auch die Unterstützung durch die Eltern und den Yacht-Club ist ganz wichtig!“ WYC-Präsident Diesch dankte dem Hause Württemberg: „Auch wenn es jedes Jahr kommt, ist es nie selbstverständlich!“

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Stellvertretend für die Jugendlichen bedankte sich Alexa Schaufler bei Königlicher Hoheit. „Der Segelsport ist nunmal, wenn man ihn so aktiv betreibt wie hier im Württembergischen Yacht-Club, keine kostengünstige Angelegenheit.“ Einige der Nachwuchssportler waren dieses Jahr bereits in Südfrankreich und haben Trainings absolviert. Dies erfordere einen hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand, unter anderem auch der Eltern. „Unser Ziel wird es auch weiterhin sein, erfolgreich für den Württembergischen Yacht-Club zu segeln!“

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Aus dem Kreis der Preisträger dankte auch Patrick Aggeler dem Herzog, aber auch dem Club und dem Landesseglerverband für die Unterstützung. Er hatte – assistiert von Tim Federspiel – ein kurzes Video (www.team-diesch-aggeler.jimdo.com) über die jüngsten Trainingseinheiten des Teams Simon Diesch/Patrick Aggeler zusammengeschnitten. Von Flaute bis zur Kenterung – alles war in Bild und Ton festgehalten. Szenenapplaus belohnte Segler und Videotechniker. „Mir fehlen die Worte, unglaublich“, war auch Eckart Diesch begeistert, wie man heute Segeln präsentieren kann. Nach drei Jahren sei so ein 470er aber völlig am Ende, kam der Präsident auf den Materialverschleiß zu sprechen: „Wer gibt den Buben 20.000 Euro für ein neues Schiff?“, fragte er in den Saal.

Intensive Jugendarbeit

Der Ball blieb weiter bei der Jugend. Katharina Roth berichtete als Sprecherin des Jugendrats 2013 über die Aktivitäten der Jugend im vergangenen Jahr. Segler-Flohmarkt, Seeputzete, Freitagsregatten, das Sommerfest für den Club, Schnuppersegeln, schließlich Mini-Weihnachtsmarkt und Raclette-Essen waren die wichtigsten Veranstaltungen – meist begleitet von einem anschließenden Würstel-Grillen. Die Vorschau auf 2014 übernahm Caro Groß als stellvertretende Sprecherin des Jugendrats 2014, die ein ähnliches Programm ankündigte. „Wenn man das sieht, braucht man keine Angst um die Zukunft des WYC haben“, freute sich der Präsident über die aktive Jugendabteilung.

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Preisträger der Jugendförderung durch die Herzog-Carl-Stiftung 2014

Laser-Segler: Tobias Bauer, Theresa Diesch, Nick Federspiel, Klara Roth, Alexa Schaufler, Leon Zartl;
420er/470er: Carolin Groß, Yannick Hafner, Leon Severens und Julius Schultheiss, Linus Brugger und Niklas Sieweke, Simon Diesch und Patrick Aggeler.

Geschäftsbericht: Seemoos, Bundesliga, Einheitsklasse

Ekke Diesch ehrte sodann mit jovialen Worten Mitglieder für ihre langjährige Treue zum WYC (siehe unten) und kam zum Geschäftsbericht. Den Bestand an Mitgliedern habe man nahezu konstant halten können. Nach 30 Neuaufnahmen und acht neu aufgenommenen Jugendlichen (die allesamt namentlich begrüßt wurden) zähle der WYC nun 1040 Mitglieder.

Die Historie des Neubauvorhabens für das Jugendheim in Seemoos fasste Eckart Diesch kurz zusammen: Im Herbst 2012 wurde der Bauantrag gestellt, wenig später erteilte die Stadt Friedrichshafen die Baugenehmigung mit kleinen Auflagen. Doch einige Anlieger legten Einspruch ein. Inzwischen wurde das daraufhin vom Regierungspräsidium Tübingen verlangte Umweltgutachten erstellt und eingereicht. Ausgleichsmaßnahmen wurden definiert, das Vorhaben insgesamt als umweltverträglich beurteilt. Seit kurzem liegt der Ball wieder in Tübingen. „Im Idealfall könnten wir im Herbst anfangen“, so Diesch. Die Planung sei soweit fortgeschritten, dass die Ausschreibungen erfolgen könnten. Doch damit wolle man noch warten, ehe der Club wirklich grünes Licht für den Neubau, der in Holzbauweise entstehen solle, erhalte.

Nächster Punkt war die Segel-Bundesliga: Keine andere Segel-Veranstaltung habe so viel Resonanz in den Medien erfahren wie die Segel-Bundesliga. Für den Club sei das Engagement in dieser Regattaserie dank der Sponsoren (Mercedes-Benz und die Interboot, 2014 mit zusätzlichen Sponsoren) kostenneutral gewesen. Mitte März hatten Liga-Teilnehmer den Verein „Deutsche Segel-Liga e.V.“ gegründet. Diesch wurde dort zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Gesegelt wird in der 1. Liga mit Booten vom Typ J70 – und ein solches hat der WYC als Clubboot angeschafft, das auch auf der Terrasse des GZH aufgebaut war. Gekauft wurde dieses Boot weniger für die Trainings zur Liga, denn für die neue Bodensee-Einheitsklasse, an der der WYC ebenfalls beteiligt ist. Die Stadt Friedrichshafen hat den Kauf mit 25.000 unterstützt.

Sponsoren, Mäzen und Paten

Damit kam Eckart Diesch auf das Thema „Sponsoren, Mäzen und Paten“. Er skizzierte seine Idee der Paten für einzelne Segler oder Teams. Hilfe, Tipps oder Unterstützung könnten sicher viele geben, sei es bei der Mobilität, bei Klamotten oder später bei der Jobsuche. „Unterstützen heißt nicht einfach, in den Kittel neilangen und Geld rausholen“, verdeutlichte der Präsident, dass er eher darauf setze, Netzwerke stärker zu nutzen.

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Dank für Unterstützung

Abschließend dankte Diesch der Stadt Friedrichshafen für die großzügige Unterstützung, dem Landrats- wie Schifffahrtsamt, dem Landesseglerverband und auch der Presse – sowie den hunderten Helfern im Club, in der Werft, bei Regatten oder im Gastro-Bereich und den Angestellten des Clubs.

Solide Finanzen

In Vertretung von Schatzmeister Heinz Schlumberger trug Stefan Welz die Zahlen aus dem Finanzbericht bevor, der für 2013 wie 2014 Überschüsse aufweist bzw. vorsieht. Damit werde insbesondere das Eigenkapital für das Projekt in Seemoos gestärkt. Vorgesehen sind auch Investitionen in Verbesserungen im Sanitärbereich und im Hafen sowie im Winterlager. Einzelheiten sind dem gedruckten Schatzbericht zu entnehmen, der mit dem WYC-Journal den Mitgliedern zugeschickt wurde.

Kassenprüfer Peter Timmermann hatte keine Beanstandungen an der Kassenführung vorzubringen. Nach vier Jahren wollte er aber diese Arbeit nicht weiterführen. Als neuer Kassenprüfer wurde Peter Biesinger gewählt.

 

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Der neu gewählte Kassenprüfer Peter Biesinger

Harmonie und breite Zustimmung

Fragen zu den Berichten wurden in der MV nicht gestellt. Der Haushalt 2013 wurde ebenso ohne Gegenstimmen angenommen wie der Budgetplan für 2014. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Nach insgesamt nur zweieinhalb Stunden Dauer (inkl. Begrüßungen und Pause) schloss Eckart Diesch die 103. ordentliche Mitgliederversammlung. Somit war noch genügend Zeit für den individuellen Informationsaustausch im Clubhaus nebenan.

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Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft

25 Jahre: Simon Dietz, Frederike Katz, Christian Kutter, Erika Lohner, Dominik Späth.

50 Jahre: Herbert Dietz, Wilhelm Egger, Helmut Höll, Günter Keinath, Ladislav Nohynek, Kurt Steurer, Rudolf Ulmer.

60 Jahre: Veit Knall.

 

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Der Vorstand des Württembergischen Yacht-Clubs 2014

Medienberichte über die MV:

Schwäbische Zeitung vom 24. März 2014

Südkurier vom 24. März 2014

 

Einige Impresionen von der Mitgliederversammlung 2014

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