82 junge Segler waren in der vergangenen Woche eingeladen, in Warnemünde um die deutschen Tickets für die Welt- und Europameisterschaften der Optimisten zu segeln. Die ersten fünf sollten für die WM in der Dominikanischen Republik startberechtigt sein, weitere sieben Plätze gab es für die EM in Lignano an der italienischen Adria zu holen.

Leon Zartl vom Württembergischen Yacht-Club kam nach zehn Rennen bei ebenso schwierigen wie harten Bedingungen auf der Ostsee auf Rang zwölf – und fährt dennoch nicht zur EM. „Leider ist es so geregelt, dass mindestens drei Mädchen bei den sieben EM-Plätzen vertreten sein müssen“, erklärt Leon Zartl, der mit seiner Leistung selbst zufrieden war. So aber rückten die auf den Rängen 17, 33 und 38 platzierten Mädchen nach, Zartl auf Rang zwölf ging leer aus. „Ich bin sehr enttäuscht, aber trotzdem stolz auf diese Leistung, als 2000er Jahrgang bei den 82 besten Optiseglern aus Deutschland so vorne mit dabei zu sein“, trat der 12-Jährige den Heimweg von der Ostsee nach Tettnang an. Drei Jahre darf er noch in dieser Jüngstenklasse segeln und hat daher noch Chancen, in den nächsten Jahren ein Ticket für die begehrten internationalen Meisterschaften zu ersegeln.

Starker Wind brachte die 2,3 Meter kurzen, viereckigen Segelkisten am Freitag beinahe zum Fliegen, eine Welle von bis zu zwei Metern auf der Ostsee dagegen eher zum Tauchen. Am Samstag wurde wegen stürmischen Windes gar nicht gesegelt. Am Sonntag kämpften die Nachwuchssegler dann weniger mit dem Wind als der hohen Dünung. Sieger der WM-Ausscheidung wurde Gwendal Lamay aus Eckernförde.
(Volker Göbner)

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