Am Sonntag den 10. August um 8 Uhr morgens sind wir nach einer 12 stündigen Fahrt von Bermatingen über Österreich in Istrien/Banjole auf unseren Campingplatz angekommen.

Der Standort unseres Zeltes war direkt neben einer gutbefestigten Slip Anlage. Man war also nach Aufkommen von Wind in ca. 5 Min. segelbereit auf dem Wasser. Zusätzlich zu meinem Laser Radial hatten wir noch eine Jolle des Typ´s Flying Sailer dabei. Diese lag keine 10 Meter von unserem Platz entfernt an einer Boje im Wasser. Wie aus früheren Urlauben bekannt, waren die besten Windverhältnisse in den frühen Morgenstunden und auf der Halbinsel höchst unterschiedlich. Die Bucht „ Uvala Soline“( ca. 500 m breit u. 1500 m lang) war stellenweise voll mit Yachten verschiedenster Arten und Ausmaßen. Sportlichen Segelyachten ab 25 Fuß aufwärts bis zur Zweimaster Ketsch oder Motoryachten mit 63 Fuß incl. Angestellten, alles war zu sehen. Diese vor ankerliegenden Badeinseln eigneten sich perfekt als Bojen!

Am Mittwoch segelte ich erstmals die Gegend ab. Bei 2-3 Windstärken, süd-westlichem Wind und kaum Wellen habe ich schnell festgestellt, dass es eine Düse in „unserer“ schmalen Bucht mit drei vorgelagerten Inseln gab. Es war hier also das perfekte Segelrevier für mich.

Gleichzeitig mit mir segelten nun ein Finn aus Italien, Laser aller Art aus Kroatien, ein 49er aus Slowenien, Bekannte aus Oldenburg mit ihrem Happy-Kat und mein Vater außer Konkurrenz mit meinem Flying Sailer um die Wette. So trafen wir uns immer wieder bei geeignetem Wind in der Bucht zum Segeln.

Früh morgens um 6 Uhr, in der dritten Woche weckten mich Surfer mit dem aufklatschen ihrer Bretter auf den Wellen mit der klaren Ansage „Guter Wind“. Mit einem guten 5er, in Böen auch 6 Windstärken segelte ich nach 2 Stunden auf der kurzen Strecke hinter einer riesigen österreichischen Ketsch, größer als unsere Bodenseefähren, hervor und kenterte nach einer miesen Böe. An sich war das Kentern ja kein Problem, aber diesmal brach ein Stück meines Schwertes, so groß wie ein Turnschuh beim wiederaufstellen ab. Zum Glück hatte ich den besten Wind schon ausgenutzt und es war nicht der ganze Segel tag hin. An Land begutachtete ich diesen Schaden und kam zu dem Schluss dass an weiteres Segeln so nicht mehr zu denken war. Wir reparierten es notdürftig, aber leider hatten wir keinen Wind mehr und so war der Schadenstag auch mein letzter Segelspaß in diesem Urlaub

 

Moritz Mahler

 

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