WYC-mittwochsregatta2013-FN 1399 10020 Jahre Mittwochsregatta feiert der Württembergische Yacht-Club am 28. Mai. Rund 40 Schiffe werden zu diesem Jubiläum erwartet. Der Start vor dem Yachthafen soll um 18.30 Uhr sein. Der Kurs ist mit zwei Bojen markiert, eine vor der Uferpromenade, eine auf dem See, dazwischen liegen Start und Ziel. Nach der Wettfahrt auf dem See lädt der WYC zu einer Feier in das Clubhaus an der Uferstraße ein.

 Eingeführt hat diese Clubregatta der heutige WYC-Präsident Dr. Eckart Diesch. In der Zeit seiner aktiven Leistungssegelei (Olympia, Admirals’ Cup) und einer Weltumsegelung hatte er viele Clubs rund um die Welt kennen gelernt. Insbesondere England oder Australien waren die Vorbilder. Twilight-(Dämmerlicht)-Regatten hießen die Clubrennen dort. „Beim ersten Mal trafen sich fünf einsame Segler in der Bucht vor Friedrichshafen“, blickt Angelika Rothmund aus dem Organisations-Team auf die Anfänge von 1994 zurück. „Der Rundkurs und das Zeitlimit wurden bestimmt, der Start erfolgte um 19 Uhr durch Zuruf.“ Es hat den Seglern auf Anhieb riesigen Spaß gemacht. „Hinterher wurde im Clubhaus beschlossen: Das machen wir jeden Mittwoch!“ Natürlich waren andere Segler aufmerksam geworden und fragten nachher, was da getrieben wurde. In der Woche darauf waren sie dann auch dabei. Am dritten Mittwoch waren es schon zwölf Boote. Die anfangs noch namenlose Dämmerregatta wurde bald „Mittwochsregatta“ genannt. Auch Mannschaften aus anderen Club segelten mit, alle waren (und sind) willkommen. Der Mittwochabend entwickelte sich zu dem Treffpunkt im Club. Neue Kontakte und Freundschaften entstanden. Familien-Crews und Regattasegler vermischten sich, auch Einhandsegler gingen auf größeren Schiffen an Bord und der Nachwuchs segelt mit den alten Hasen. „Dieses intensive Miteinander gab es vorher nicht“, berichtet Angelika Rothmund. Nicht alle sehen die Mittwochsregatta nur als Auseinandersetzung mit den Elementen der Natur – Wasser, Wind oder Flaute. Mit großem Ernst gehen andere an die Sache, wenn sie dabei neue Segel testen oder Manöverabläufe mit ihrer Crew üben wollen. „Es soll für Jeden Spaß und Freude bringen“, ist das Motto der Mittwochsregatta.

Normalerweise wird nach dem „Känguru-System“ gestartet: Das langsamste Boote zuerst, das schnellste zuletzt. Die jeweilige Zeitdifferenz wird vorher ausgerechnet, so dass bei gleicher Leistung alle gleichzeitig im Ziel ankommen sollten. Da dies nicht der Fall ist, braucht man dort nur die Reihenfolge aufschreiben – schon ist die Ergebnisliste fertig. „Ein wichtiger Teil war und ist auch heute noch der Treff aller Segler nach dem Ende der Regatta im Clubhaus“, so Angelika Rothmund. Denn das Känguru-System führt ja dazu, dass sich das Feld zum Zieleinlauf verdichtet und alle Segler so recht zeitnah miteinander zum Bier kommen.

Dieses Jahr veranstaltet der WYC 18 Mittwochsregatten, an denen rund 70 verschiedene Schiffe mitsegeln werden, im Schnitt werden etwa 25 Boote mit insgesamt 1200 Teilnehmern erwartet. 2014 ging es am 7. Mai los, die letzte Wettfahrt wird am 27. August sein. Die Siegerehrung der Jahreswertung erfolgt zwei Wochen später.

Wie an jedem Mittwoch gibt es auch diesmal eine Tagessiegerehrung, anschließend wird bei karibischer Musik und Atmosphäre gefeiert.

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