ACS 5086 - wilhelm klMit einem siebten Platz bei 58 Teilnehmern war Toni Wilhelm von der World-Cup-Regatta auf dem olympischen Segelrevier vor Weymouth zurückgekehrt. Der Surfer vom Württembergischen Yacht-Club, der für Olympia 2012 nominiert ist, ist mit den Ergebnissen weitgehend zufrieden.

„Enorm viel Selbstvertrauen“ hat er aus den beiden Laufsiegen in neun Rennen mitgenommen. Gleich die erste Wettfahrt konnte er gewinnen, bei eher leichten bis mittleren Windverhältnissen – sonst nicht gerade Wilhelms Stärke. Nach dem ersten Tag setzte englisches, regnerisches Wetter mit immer mehr Wind ein. Einmal konnte Toni Wilhelm noch bei 20 Knoten Wind (fünf Beaufort) ein Rennen gewinnen. „Das gibt mir Mut für das, was vor mir steht“, blickt er zuversichtlich auf die Olympischen Spiele.

Mit den drei zweistelligen Plätzen ist Wilhelm natürlich weniger zufrieden. Zweimal Platz 13, einmal 12 war nicht geplant. „Einmal hat mir aber ein Pole den Start versaut“, erläutert er. Der fuhr ihm ohne Vorfahrt geradewegs übers Brett. Bis Wilhelm wieder auf dem Surfbrett stand, war das Feld 200 bis 300 Meter weg. „Ich bin hinterhergefahren, aber trotzdem noch 13. geworden“, relativiert er eines der zweistelligen Ergebnisse. Auch mit dem Medal-RAce ist er nicht so zufrieden. Siebter wurde er da, obwohl er schon kurzzeitig geführt hatte. Insgesamt sieht er den Verlauf des Test-Events aber „sehr, sehr positiv“.

Eine Woche ist er nun zu Hause, hält sich mit Kraft- und Konditionstraining fit, dann geht es wieder eine Woche lang nach England. Diesen Rhythmus will er bis zu den Spielen beibehalten. Bei der Kieler Woche (16. bis 20 Juni) wird er nicht starten. „Meine Trainingspartner – Griechen, Polen und ein Schweizer – sind in England, das macht keinen Sinn, nach Kiel zugehen“, begründet er und vermutet, dass wegen zu wenig Meldungen Kiel bei den Surfern eh abgesagt wird. An ein paar kleinen Dingen müsse er noch arbeiten, auch ein wenig an der taktischen Abstimmung.

Volker Göbner

Von olympischer Vorfreude an Land hat Toni Wilhelm bisher noch nichts gespürt. Was aber eher an seinem Tagesablauf liegen dürfte. „Raus aus dem Appartment und rein in den Hafen“ – da kommt man nicht unter die Leute. Aber: „Man selbst kommt langsam in Stimmung“, freut er sich auf seine zweiten Olympischen Spiele.

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