Toni Wilhelm1-action klSurfer Toni Wilhelm klettert in der Weltrangliste auf Platz sechs

Mit Platz sechs in der neuesten Weltrangliste der Surfer ist Toni Wilhelm vom Württembergischen Yacht-Club auf seine bisher beste Position geklettert. Für das Olympia-Ticket hatte er sich schon im Dezember in Australien qualifiziert. Seitdem zeigt der Trend nach oben. „Platz sechs in der Weltrangliste spiegelt momentan meine gute Leistung wider. Ich baue immer mehr Selbstvertrauen auf“, sagt ein zufriedener Toni Wilhelm.

Platz sechs bei der EM im Februar in Madeira, Platz acht bei der WM Ende März in Cadiz – und zuletzt surfte er bei der World-Cup-Regatta im südfranzösischen Hyères auf Platz drei. „Momentan bin ich auf gutem Wege zu einer Overall-Performance“, freut sich der 29-Jährige über die guten Ergebnisse – die er jüngst bei oft extremen Starkwindbedingungen erreicht hat. Zehn Tage vor der Regatta in Südfrankreich war er mit seinem Trainer Pierrre Loquet schon dort. „Es galt, kleine Fehlerquellen, die wir in der WM und EM ausgemacht hatten, auszumerzen“, berichtet Wilhelm der SZ.

Für gute Ergebnisse in einer Serie von Wettfahrten – meist werden zehn bis zwölf Rennen in fünf Tagen absolviert – war Toni Wilhelm schon immer ein Garant. Doch meist erwischte er gegen Ende auch einen schlechten Tag – und die Podiumsplätze oder gar die Top-10 waren weg. „Bis auf den einen Lauf bei der WM war mein schlechtester Platz ein zehnter“, kommt er auf ein chaotisches Rennen in Cadiz zu sprechen, als iihn eine starke Bö einfach davonwehte. „An dieser Konstanz haben wir gearbeitet“, ist Wilhelm froh, dass es nun in Frankreich geklappt hatte, immer in die Top-10 zu surfen (zehn Mal Plätze zwischen eins und sieben, dazu ein zehnter Platz als Streicher).

Bei den olympischen Wettfahrten wird es weniger Teilnehmer als bisher bei den Regatten in diesem Jahr geben. Da wirken sich kleine Fehler fatal aus. „Es gibt noch viele – nein, einige Schräubchen, an denen zu drehen ist“, richtet Toni Wilhelm den Blick auf die Olympischen Spiele, an denen er nach 2004 zum zweiten Mal teilnehmen wird. Am Samstag ist er schon nach England geflogen, um zwei Wochen mit den führenden Polen und Griechen zu trainieren. „Eine starke Gruppe“, sagt Wilhelm, „das komplette Podium“. Danach folgt eine Woche zu Hause, dann steht der World-Cup in Weymouth auf dem Programm, auf dem Olympia-Revier.

Unterstützt wird Toni Wilhelm vom „Audi Sailing Team Germany“ (STG), das sich im Auftrag des Deutschen Segler-Verbands um die Olympiasegler kümmert. „Für mich ist das Wichtigste, dass ich meinen Coach habe, der durch das STG finanziert wird.“ Pierre Loquet wird auch bei Olympia zum deutschen Trainerstab gehören – eine wesentliche Stütze bei den Wettkämpfen. „Wir tragen viel Informationen zusammen“, profitiert Wilhelm vom Austausch zwischen den Trainern und Seglern, den das STG forciert. Auch der WYC hilft seinem Olympia-Surfer, wo er kann. „Wir haben vor der EM noch schnell ein neues Brett finanziert, nachdem die Ausrüstung nicht rechtzeitig aus Australien zurück war“, erläutert WYC-Präsident Dr. Eckart Diesch. Der Goldmedaillengewinner von 1976 freut sich, dass sein Club nun zum achten Mal bei Olympischen Spielen vertreten sein wird.

Volker Göbner

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