Internationale Deutsche Meisterschaft in Hamburg 25.-30.07.2012

Vorne weg möchte ich euch erst einmal was über das Segelrevier in Hamburg erklären. Das Mühlenberger Loch, indem wir segelten stellt das einzige Binnen-Gezeitenrevier Deutschlands dar, welches groß genug ist, um darauf zu segeln . Dieses Segelrevier ist sehr stark tidenabhängig und kann deshalb bei hohem Wasserstand am besten genutzt werden. Das Mühlenberger Loch ist eine Ausbuchtung der Elbe direkt neben dem „Airbuswerk“ .Doch jetzt komm ich zum wesentlichen: am 25.Juli stand der erste Regattatag an, wegen der Gezeiten konnten wir nur früh morgens segeln. Der Start war schon um 8 Uhr angesetzt. Verständlicherweise war kein Segler mit der Zeit begeistert. Doch es half alles nichts, früh aufstehen war angesagt. Das Regattagebiet war auf der anderen Seite der Elbe, somit mussten wir über die Elbe segeln um im Mühlenberger Loch anzukommen. Das war jedoch leichter gesagt als getan. Durch die starke Strömung auf der Elbe musste man achtgeben, dass man nicht im Hamburger Hafen landete außerdem waren die großen Dampfer die fast im Minuten Takt auf der Elbe fuhren sehr gefährlich. Doch dank der gut organisierten Helfer des Blankeneeser Segelclubs und den Trainern wurden wir fast immer über die Elbe geschleppt. An diesem Tag segelten wir zwei Wettfahrten bei einer Windstärke, die bei uns ganz gut liefen. Der Strom kam entgegen der Windrichtung. Da wir davor ein gutes Training bei Roman Schütt hatten, fiel es uns leichter als manch anderen. Weil das Wasser allmählich zurückging wegen der Ebbe, beschloss die Wettfahrtleitung rein zu segeln. Da wir jeden Tag nur ca. 4 Stunden segeln konnten waren wir schon früh wieder an Land und konnten noch mit den anderen Seglern gemütlich zusammensitzen oder uns um unser Boot kümmern. Dank der Tide konnten wir Tag für Tag immer ein wenig später aufs Wasser. Wofür wir alle sehr dankbar waren. Der Wind wurde in den nächsten Tagen immer ein wenig mehr. Leider verschlechterten sich unsere Ergebnisse. Nach dem dritten Wettfahrttag wurde in Gold und Silberfleet unterteil. Durch einen Blackflagfrühstart am Tag zuvor war bei uns an Bord die Laune ein wenig angeschlagen. Trotz allem schafften wir es dann doch noch in die Goldfleet. An diesem Tag kenterten wir leider. Und wenn das nicht schon schlimm genug wäre, blieben wir mit unserem Mast in einer Sandbank stecken. Aus diesem Grund musste uns geholfen werden. Diese Wettfahrt war somit für uns gelaufen und wir verloren somit unseren 5. Platz den wir an der Luvtonne hatten. Jedoch freuten wir uns für unsere Freunde aus Baden- Württemberg, die sich an diesem Tag gut geschlagen haben. Am nächsten und somit auch letzten Tag haben sich alle noch einmal ins Zeug gelegt. Am Nachmittag war eine große Siegerehrung. Ich und Carolin wurden am Ende 48. von 95. Startern. Wir waren alle sehr stolz, dass Tim Fischer die IDJM gewann, der ebenfalls vom Bodensee kam. Somit ging eine wunderbare Regattawoche, mit schönem Wind und sehr tollem Wetter zu ende. Vanessa Kastl GER 53470

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