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Club-Präsident Dr. Eckart Diesch über die Ursprünge des WYC und das Jubiläumsjahr

Ein Interview mit Volker Göbner. (Erschienen in der Schwäbischen Zeitung am 29.Jauar 2011

Heute Abend feiert der Württembergische Yacht-Club seinen 100. Geburtstag mit einem Festakt im Graf-Zeppelin-Haus. Wir sprachen mit dem Präsidenten des Yacht-Clubs und Gastgeber des Abends, Dr. Eckart Diesch.

 Wieviele Gäste werden Sie heute Abend begrüßen?

Dr. Eckart Diesch: Über 600 Gäste haben sich angemeldet, darunter auch viele persönliche eingeladene Freunde des Yacht-Clubs. Das ist eine tolle Resonanz, die uns sehr freut.

 Tummeln sich auch Prominente darunter?

Diesch: Wir freuen uns immer sehr, unseren Ehrenkommodore, Seine Königliche Hoheit Carl Herzog von Württemberg, als Nachfahren des Clubgründers, König Wilhelm II. von Württemberg, begrüßen zu können. Als Vertreterin des Ministerpräsidenten erwarten wir die Umweltministerin Frau Gönner und an der Spitze der Segler werden der Präsident des Deutschen Segler-Verbands, Rolf Bähr aus Hamburg, und der Vorsitzende des deutschen Seglerrats, der Konstanzer Reinhard Heinl, kommen.

 Das Programm sieht sicher ein paar Überraschungen vor, können Sie uns da schon was verraten?

Diesch: Es trifft sich, dass der Festakt heute auch gleichzeitig der 125. Jahrestag der Patentanmeldung des Automobils durch Carl Benz ist. Wir schlagen im Foyer daher den Bogen von 100 Jahre Yacht-Club mit einem alten Benz, einem alten Segelboot von 1911 und einem brandneuen Mercedes. Wir freuen uns auch über die Mitwirkung des Fanfarenzugs Graf Zeppelin und auch unsere Jugend wird in historischer Kleidung mit von der Partie sein.

 Über den Inhalt Ihrer Rede wird gemunkelt, Sie wollen die Geschichte des Clubs neu bewerten?

Diesch: Nun, es wurde über Jahre hinweg immer erzählt, der KWYC sei damals dem Kaiser zuliebe als Unterstützung für dessen Marine-Aufbau gegründet worden. Dem ist aber nicht so, wie wir bei Recherchen über die Gründungsgeschichte herausgefunden haben. Wie es wirklich war, das werde ich heute Abend schildern.

 Warum wurde denn der – damals noch „Königliche“ – WYC mitten im Winter in Stuttgart gegründet?

Diesch: Einmal gehörte zu den Gründern ein Kreis von Leuten aus dem Umfeld des Königs, seine höchsten Beamten und auch eine Reihe von Diplomaten. Die waren im Winter eben in Stuttgart. Es war damals wohl auch höchste Zeit, den Club zu gründen. Es gab schließlich schon in den anderen Ländern rund um den See Yacht-Clubs, nur nicht in Württemberg. Und das, obwohl vor Friedrichshafen bereits Regatten stattgefunden hatten. Der König war ja ein begeisterter Segler mit einem eigenen Schlosshafen. Dann stand auch die Gründung des Bodensee-Segler-Verbands kurz bevor, und da wollte man sicher nicht erst bis zum Sommer warten, sondern den eigenen Yacht-Club schon unter Dach und Fach haben.

 Welche Aktionen des WYC wird es im Jubiläumsjahr neben dem Festakt noch geben?

Diesch: Zunächst wird in Kürze ein Buch über die Geschichte des Yacht-Clubs erscheinen, das fast fertig ist – und noch eine Reihe Überraschungen bereit hält. Die Highlights von heute Abend kommen noch rein, dann geht das Buch in die Druckerei. Im Juli werden wir dann ein Hafenfest feiern.

 Was gibt es bei diesem Hafenfest zu sehen?

Diesch: Am Samstag, 2. Juli, werden zwei Dutzend der schönsten Oldtimer-Yachten in unseren Hafen kommen und am Sonntag eine Regatta in Kombination mit neuen Schiffen direkt vor der Uferpromenade segeln. Und auch der schon erwähnte Bodensee-Seglerverband feiert mit einer Sternfahrt am 2. Juli nach Friedrichshafen sein Jubiläum. Da laden wir alle recht herzlich zum Zuschauen oder ins Festzelt neben dem Clubhaus ein!

Herr Dr. Diesch, wir danken für das Gespräch und wünschen Ihnen ein gelungenes Jubiläum. 

Volker Göbner

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Zur Einweihung des Hafenhauses im Mai 2009 hat Eckart Diesch ( links) den Clubmitgliedern gleich einen passenden Schlüssle mitgebracht.

E-Mail: wyc@wyc-fn.de · Clubbüro Seemoos +49 (0)7541 / 40288-0